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Turmsegler

5. Wird das System versagen, wenn es von vielen Anwendern eingesetzt wird?

Diese Befürchtung ist unbegründet.

Zunächst einmal ist es ausserordentlich unwahrscheinlich, dass tausende weitere NeuroStrategy-Anwender genau jene Wertpapiere bewirtschaften wie Sie. Und selbst wenn dies der Fall wäre, kann es sich nur positiv auf die Performance Ihrer Strategie auswirken, denn es würde nach dem Prinzip der self-fulfilling prophecy die Treffsicherheit der jeweiligen Strategien nur erhöhen. Stellt man sich den Extremfall vor, dass alle Investoren der Meinung sind, ein Wertpapier wird im Kurs steigen, und es also kaufen, dann wird es aufgrund der hohen Nachfrage auch tatsächlich steigen. Vorteile hat in einem solchen unrealistischen Szenario derjenige Anleger, der geringere Transaktionsgebühren zu zahlen hat und schneller reagieren kann.

Es gibt jedoch noch einen weiteren wichtigen Umstand zu berücksichtigen: Kaum ein von NeuroStrategy entwickeltes Strategiemodell ist mit einem anderen tatsächlich identisch. Dies liegt in der Natur des Lern- und Evolutionsprozesses. Zwei erfahrene Investoren können bei einem bestimmten Wertpapier ganz unterschiedliche Strategien verfolgen und dennoch beide sehr erfolgreich sein.

Es muss an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen werden, dass NeuroStrategy kein Prognose-System ist. Diese Systeme geben einen Tip ab, der korrekt oder falsch sein kann. NeuroStrategy hingegen erlernt eine Strategie für den Handel mit dem Wertpapier. Wie schon die wenigen Beispiele in unserem NYSE-Portfolio zeigen, gibt es sehr unterschiedliche Wege, das Ziel einer risikioarmen, gleichmässigen Wertsteigerung zu erreichen. Da der Lern- und Evolutionsprozess, dem die Modelle im NeuroStrategy-System unterworfen sind, natürlichen Prinzipien folgt, ist es wahrscheinlich, dass auf unterschiedlichen Systemen bei den verschiedenen Anwendern für ein und dasselbe Problem ganz unterschiedliche erfolgreiche Lösungen gefunden werden.

Dass dem so ist, liegt in der Natur der Fragestellung, die untersucht wird. Wir fragen nicht nach der Summe von 2 und 2, wofür es nur eine richtige Anwort gibt. Beim Handel mit Finanzinstrumenten besteht die Aufgabe darin, ein ganzes Spektrum möglicher Lösungen zu durchforsten und schliesslich eine davon für den produktiven Einsatz auszuwählen.